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Die Situation, dass wir
in Pressbaum drei stark frequentierte
Verkehrsträger haben ist nicht zu
ändern: Landesstraße B44, Eisenbahn und
Autobahn.
Seriöse
verkehrstechnische Untersuchungen
sprechen von einer Verzehnfachung des
Verkehrs durch Österreich in den
nächsten 10 Jahren. Ein weiterer Ausbau
der Westautobahn wird dann
unausbleiblich sein, spricht man doch
schon jetzt von einer sechsspurigen.
Lärmschutzwände entlang der Autobahn
werden dann genauso erforderlich sein
wie entlang der Eisenbahn. Schon jetzt
fordern viele Bürger diese Maßnahmen und
es darf diese Maßnahme nicht weiter
vernachlässigt werden.
Ein vernünftiges
Verkehrskonzept muss auch
ortsstrukturellen Gegebenheiten Rechnung
tragen: Das ganze Geschäftsleben
konzentriert sich derzeit auf die
Einkaufsmeile. Auch die Tullnerbacher
und die Wolfsgrabener kaufen hier ein.
Hier muss die Gemeinde Möglichkeiten
schaffen, den Bürgern das Einkaufen in
der Einkaufsmeile zu erleichtern
(Zubringer – Shuttle).
Ortsverkehr:
Die derzeitige rege
Bautätigkeit, insbesondere durch die
zahlreichen Reihenhausanlagen in
Pressbaum wird einen relativ großen
Zuzug von Neubürgern in unsere Gemeinde
zur Folge haben. Damit ist schon
kurzfristig mit einem starken Anwachsen
des Ortsverkehrs zu rechnen. Dieses
Problem ist aber nicht durch 30-km
Beschränkungen auf den Gemeindestraßen,
d.h. auf den Nebenstraßen, zu beheben,
sondern es sind auch verkehrsberuhigende
Maßnahmen auf der Hauptstraße und auch
auf den Landesstraßen vorzunehmen. Das
trifft insbesondere auf der Pressbaumer
Einkaufsmeile zwischen Apotheke und
Kaffeehaus zu, aber auch bei den
Zufahren zum Sacre Coeur und zur
Hauptschule. Da sich in den letzten
Jahrzehnten die verantwortlichen
Gemeindepolitiker trotz abzusehender
Motorisierung und Bevölkerungszuwachs
niemals Gedanken über Verkehrsprobleme
gemacht haben, d.h. keine Entlastung zur
Hauptstraße überlegt wurde, kann jetzt
nur mehr mit „kosmetischen“ Maßnahmen
dem ausufernden Verkehr begegnet werden:
Elektronische Geschwindigkeit anzeigen,
sicherheitsfördernden Maßnahmen für den
Schulweg unserer Kinder. (Gehsteige,
Zebrastreifen, geregelte
Straßenübergänge) Ganztägiger
Zubringerdienst (Shuttle – Bus) aus den
Seitentälern und abgelegenen Ortsteilen
in den Ortskern. Da dieses Problem
gleichermaßen für Tullnerbach und
Wolfsgraben besteht, sollte das Projekt
auch gemeinsam in Angriff genommen
werden.
Durchzugsverkehr:
Der Durchzugsverkehr kann
nur zum Teil durch Pressbaumer Maßnahmen
verringert werden, da die Alternative,
der Umstieg auf öffentliche
Verkehrsmittel,(Eisenbahn) von den
Anboten der ÖBB und den Nachbargemeinden
abhängt: regelmäßiger, preisgünstiger
Pendelverkehr nach Wien, Ausbau
entsprechend dimensionierter park &
ride - Anlagen, die von der ÖBB zur
Verfügung zu stellen sind, da durch
Maßnahmen solcher Art das Umsteigen auf
öffentliche Verkehrsmittel erleichtert
wird und neue Kunden gewonnen werden
können.
Eine eigene Autobahnauf-
bzw. abfahrt für Wolfsgraben würde viel
zur Verkehrsberuhigung beitragen. Die
bestehende Behelfszu- bzw. abfahrt der
Straßenmeisterei in Wolfsgraben soll für
diesen Zweck adaptiert werden. Im Sinne
einer kostengünstigen Lösung und dem
Wissen um die eigentlichen
Verkehrsströme genügt der Ausbau zu
einer so genannten Halbauf- bzw.
Abfahrt. Darunter wird im vorliegenden
Fall nur die Schaffung einer Auffahrt
Richtung St. Pölten und der Bau einer
Abfahrt Richtung Wien verstanden.
Diese Maßnahmen sind
unbedingt mit unseren Nachbargemeinden
zu akkordieren, da sie für Pressbaum
allein nicht sinnvoll sind.
Nebenstraßen:
Pressbaum soll sein
dörfliches Erscheinungsbild beibehalten,
die Mehrzahl aller Pressbaumer Bürger
wünscht sich keine Verstädterung durch
ungezügelten Wohnhausbau, insbesondere
Reihenhausbau, sondern will Pressbaum
als „Gartendorf“ erhalten wissen. Die
Forderung nach
Geschwindigkeitsbeschränkungen und
Durchfahrverbote durch die
Siedlungsstraßen legen beredtes Zeugnis
dafür ab. Diese Forderungen sind eine
Antwort auf die von der Gemeinde seit
Jahren wohlwollend geförderte
Neubaupolitik, obwohl schon seit Jahren
die Neubauwohnungen leer stehen.
Die Nebenstraße soll
wieder eine Dorfstraße werden, diese
Forderung vieler Pressbaumer Bürger ist
nicht nur eine Erinnerung an
Kindheitsträume, diese Forderungen sind
auch in den meisten Fällen erfüllbar.
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