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Jedes Gemeinwesen muss
soziale Aufgaben für seine Mitglieder
wahrnehmen, die in Not oder Bedrängnis
geraten sind. Daraus erwächst der
Gemeinde eine Sorgepflicht für seine
Bürger. In einer modernen Gemeinde
beschränkt sich aber die tätige Hilfe
nicht nur auf ausgesprochene Notfälle,
sondern sieht auch eine Prävention vor
dem Absturz in menschenunwürdige
Verhältnisse vor.
Öffentliche Hilfe ist
aber nicht nur an Notfälle wie Krankheit
oder Armut gebunden, sondern muss auch
für Mitbürger in bestimmten Lebenslagen
geleistet werden, z.B. für ältere
Menschen, berufstätige Mütter u.v.a.
Gemeindewohnungen:
Die Gemeinde Pressbaum
besitzt einige Gemeindehäuser, die der
Gemeinde, also uns allen hohe
Erhaltungskosten verursachen. In der
heutigen Zeit ist die Inanspruchnahme
einer Gemeindewohnung nur mehr mit einer
sozialen Bedürftigkeit zu rechtfertigen.
Die von der Gemeinde zu
vergebenden Sozialwohnungen sollen nur
nach objektiven Anspruchsvoraussetzungen
vermietet werden dürfen. Bei Wegfall
dieser Voraussetzung ist die Wohnung
innerhalb einer Kündigungsfrist zu
räumen und bis dahin der marktübliche
Mietpreis zu bezahlen.
Nicht für Sozialzwecke
benötigte Gemeindehäuser und Wohnungen
sind zu verkaufen oder auch als so
genannte „Startwohnungen“ jungen
finanziell schwachen Ehepaaren zu einem
sozialen Mietzins zur Verfügung zu
stellen.
Finanzielle Zuwendungen:
Finanzielle Zuwendungen
für Pressbaumer Bürger haben ebenfalls
nur nach objektiven Vergabekriterien zu
erfolgen, wobei die Unterstützung auch
durch die örtlichen Organisationen des
Hilfswerkes, Altersheimes u.a. indirekt
erfolgen kann.
Unter diese Unterstützung
fällt auch die Organisation eines
Shuttle - Busses, der die Beweglichkeit,
insbesondere älterer Bürger und auch der
Bürger aus den abgelegenen Ortsteilen
verbessern soll. Der Shuttle - Bus soll
unser Ortsgebiet in einem regelmäßigen
Fahrplan abfahren, aber auch innerhalb
des Fahrplanes telephonisch punktgenau
bestellt werden können, um unsere
Mitbürger in die Einkaufsmeile, auf das
Gemeindeamt, zum Arzt oder zum Bahnhof
u.s.w. zu bringen. Da sich ein Shuttle
- Bus wahrscheinlich für Pressbaum
allein nicht rechnet, soll hier eine
Gemeinde übergreifende Zusammenarbeit
mit Tullnerbach und Wolfsgraben gefunden
werden. Der Shuttle - Bus soll nicht von
der Gemeinde betrieben werden, sondern
von privater Hand, jedoch wäre hier eine
Subvention von Seite der Gemeinde
sinnvoll. Zu prüfen ist, ob der Shuttle
- Bus den Schülerbus ersetzen kann, was
einen Rationalisierungseffekt bezüglich
der Kosten bedeuten würde.
Zu einer guten
Lebensqualität gehört auch die
gefahrlose Erreichbarkeit anderer
Ortsteile, deshalb ist „Mobil in
Pressbaum“ kein Schlagwort, sondern eine
Notwendigkeit.
Sicherheit:
Das Sicherheitbedürfnis
der Bevölkerung ist ebenfalls ein Teil
unserer Lebensqualität geworden, eben
weil Sicherheit nicht mehr
selbstverständlich ist. Auf die Gefahren
um die Sicherheit der Bürger muss die
Gemeinde aufmerksam machen, am besten in
Zusammenarbeit mit der Gendarmerie. Über
den Schutz von Eigentum und über das
Verhalten im Notfall soll die
Bevölkerung ausreichend aufgeklärt
werden und zu mehr Zusammenarbeit mit
der Gendarmerie veranlasst werden.
Eine Aufklärung der
Bürger über die Drogenszene in Pressbaum
und Umgebung ist dringend notwendig zum
Schutz unserer Jugend. Als Beitrag zum
Schutz der Jugend soll der Im Kapitel
Sport dargelegte Vorschlag „Sport statt
Drogen“ dienen.
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