Wegweiser: Ortsbildgestaltung 



 

 

 

 

 

 

 

 

 


Ortsbildgestaltung

Bei der Raumplanung, die sich im Flächenwidmungsplan und im Bebauungsplan niederschlägt, ist auf die besondere Situation unserer Marktgemeinde Pressbaum Bedacht zu nehmen.

Pressbaum soll seinen dörflichen Charakter behalten und alle städtischen Strukturen ebenso vermeiden wie Anklänge an Werkssiedlungen des vorigen Jahrhunderts. Diese dörfliche Geborgenheit wünschen nicht nur die eingesessenen Pressbaumer, sondern auch die in den letzten Jahren nach Pressbaum Zugezogenen. Letztere sind ja gerade nach Pressbaum gezogen, weil Pressbaum so ist wie es ist.

Bestehende Einrichtungen, wie Verkehrswege, Hauptplatz, Einkaufszentren, Gewerbepark, Schwimmbad, Wanderparadies Pressbaum, usw. sollen allerdings weiterentwickelt werden, beispielsweise zum Ortszentrum, Freizeit – und Erholungszentrum (Wellness – Center), Pressbaumer Kultursommer.

Alle diese Projekte stellen eine Bereicherung und damit eine Weiterentwicklung unserer Gemeinde dar, ohne den dörflichen Charakter zu verändern.

Bebauungsplan:

Da derzeit ein Flächenwidmungsplan erarbeitet und daher bald vorliegen wird, wollen wir nur auf den Bebauungsplan eingehen. Dieser ist das adäquate Instrument, das es der Gemeinde im eigenen Bereich ermöglicht, den baulichen Wildwuchs - den zu unterbinden die Bauordnung nicht vorsieht - zum Wohle der Bürger einzudämmen. Viele Projekte, die von den Pressbaumer Bürgern keineswegs gut geheißen werden, hätten damit verhindert oder zumindest „entschärft“ werden können.

Der Bebauungsplan ist kein Instrument zur Verhinderung von Bürgerwünschen, sondern ein Regelwerk, das sich die Gemeinde selbst gibt, um die Wohnqualität seiner Mitbürger zu garantieren und auch auf die Ortsbildgestaltung und die Umwelt Rücksicht zu nehmen.

Der Bebauungsplan legt unter anderem fest:

·        Straßenfluchtlinien, Baufluchtlinien, Bauwich

·        Bebauungsweise, Bebauungsdichte

·        Mindestmaße von Bauplätzen

·        Bebauungshöhe

·        Verkehrserschließung und noch vieles andere mehr.

Es ist daher dringend nötig, endlich einen solchen Bebauungsplan, der ja auch vom Gesetz her vorgesehen ist, nach den oben dargelegten Grundsätzen für Pressbaum zu erarbeiten.

Hauptplatzgestaltung:

Die Hauptplatzgestaltung ist für Pressbaum von besonderer Bedeutung, ist der Hauptplatz doch die Visitenkarte unserer Marktgemeinde. Wichtig für die zukünftige Gestaltung ist nicht ein Raumkonzept allein, sondern vor allem eine Bürger gerechte Gestaltung, die den Platz in Zukunft auch mit Leben zu erfüllen im Stande ist.

In diesem Bereich müssen die Funktionen vorhanden sein, die einen Hauptplatz erst zu einem solchen machen. Rathaus, Kirche und Volksschule allein genügen nicht. Ein Hauptplatz muss ein Ort der permanenten Begegnung der Bürger sein und nicht ein Parkplatz für die Bewohner der Häuser hinter dem Rathaus und einiger Besucher von Gemeinde, Post und Kirche.

Ein Hauptplatz als lebendiger Mittelpunkt unserer Gemeinde muss den Bürgern Gelegenheit geben, einander zu Fuß zu begegnen. Für die persönliche Begegnung müssen Anreize geschaffen werden, die von Pressbaumern gerne angenommen werden, man muss sich auf dem Platz mit seinen Alltagsbedürfnissen wieder finden können, das heißt diese Einrichtungen müssen sinnvoll sein, sonst werden sie nicht angenommen.

Nachfolgend dazu unsere Vorschläge als Diskussionsgrundlage.

Ein solches Projekt ist nur in einem sehr großen Zeitraum von ca. 10 Jahren, vielleicht auch länger, zu verwirklichen.

Auch die Kosten verteilen sich dann auf diesen Zeitraum.

Vielleicht kommt auch im Gespräch mit professionellen Raumplanern ganz ein anderes Projekt heraus, aber diskutieren wir über das, was wir Pressbaumer Bürger wirklich wollen. Vielleicht beginnen wir mit einer Befragungsaktion aller Bürger.

·        Die Hauptstraße soll über die Dürre Wien, hinter dem Rathaus geführt werden: Zufahrt Taborskystraße und Fröscherbrücke. Selbstverständlich sind dabei entsprechende Lärmschutzmaßnahmen vorzusehen.

·        Längs der Straßenumfahrung über dem Wienfluss sind Parkplätze in Form von Kurzparkzonen für den Parteienverkehr der umliegenden Ämter zu errichten. Hinter dem Rathaus sind lediglich Parkplätze für Alte und Behinderte vorzusehen.

·        Parkplätze für Anrainer der umliegenden Wohnhäuser gehören hinter das Rathaus, nach Möglichkeit als Tiefgaragen, die dann vermietet werden können.

·        Die Aral - Tankstelle müsste sich bei dieser Lösung quasi „umdrehen“.

·        Auch die Banken sind dann von der heutigen Rückseite her zu erreichen.

Damit bleiben die Grünflächen erhalten, und der Durchzugsverkehr vom Ortszentrum fern gehalten. Durch die Verlagerung auch des lokalen Verkehrs ist der Hauptplatz zur Gänze Auto frei, eventuell mit Ausnahme eines Shuttle – Busses. Einer Gestaltung steht somit nichts mehr im Wege.

·        Am Hauptplatz soll mehrmals wöchentlich ein Bauernmarkt (Biomarkt) abgehalten werden. Nach Marktschluss sind die Standeln immer zu entfernen.

·        Das Josef II - Denkmal soll von seinem hässlichen Sockel befreit werden und ebenfalls von den es verdeckenden Bäumen.

·        Rund um das Denkmal soll Sommers ein Straßenkaffee aufgestellt sein.

·        In den Sommermonaten können auch Platzkonzerte der örtliche Musikvereine oder Sommeraufführungen der Wientalbühne stattfinden.

·        Die so genannten Dworsky - Gründe sind in die Überlegung einer Parkraumbeschaffung bei Veranstaltungen (wie z. B. der Pressbaumer Kultursommer) einzubeziehen.

·        Messen der katholischen Kirche können im Freien abgehalten werden.

·        Eine Feuerwehrzufahrt zum Turnsaal und Pfarrsaal kann durchaus auch künstlerisch gestaltet werden.

·        Der Pfarrsaal soll veranstaltungsgerecht umgebaut werden, um ihn als Ausweichort für Veranstaltungen bei Schlechtwetter verwenden zu können.

·        Das Jugendzentrum im Pfarrsaal muss auch neu gestaltet werden.

·        Der „Zick-Zack-Weg“ bei der so genannten Deutschmeisterbrücke hinter der Volksschule kann als Ort der Ruhe und Erholung dienen und kann auch künstlerisch und gartenarchitektonisch gestaltet werden.

·        Auf diesem Platz soll auch ein kindergerechter Spielplatz eingerichtet werden.

·        Ein Platz für den Unterricht im Freien wäre vorzusehen.

·        Ebenso ein kleiner Wienerwald - Naturlehrpfad in unmittelbarer Nähe der Volks- & Hauptschule.